Dakhla - Marokko (Westsahara) Bericht Juni 2014

Das Revier

ist zum Windsurfen nur bedingt geeignet. Wegen eines Tidenhubs von bis zu 2,5 m trägt man bei Ebbe das Material ca. 600 m weit, selbst bei Flut schiebt man mindestens 50 m bis die Finne frei ist. Deshalb sind auch bis zu 90% der Gäste Kiter.

Die hohe Tide bringt starke und überraschende Strömungen mit sich. Das führt gelegentlich zu einer bissigen Kabbelwelle, manchmal hat man Mühe, aufzukreuzen.

 

Die Station

Bescheiden: ca. 30 Bretter von Fanatic und 40 Segel, alle eher betagt und in teilweise miserablem Zustand - jedenfalls nicht was man bei dem hohen Preis erwarten könnte. War bei Surf & Action nur als Surfpool buchbar, aber andere Gruppen konnten offenbar Bretter reservieren, was direkt zum Konflikt führt. Bis zu einem Dutzend Surfer können problemlos bedient werden, bei uns waren es 25!

Nervig ist die ständige lautstarke Pop-Beschallung.

Der Speedspot

ist absolute Spitze, allein schon eine Reise wert. 50 cm vom Strand fegt man über spiegelglattes Wasser, Flachwasserschläge bis 3 km sind möglich. Man erreicht den Spot mit dem Traktor, das ist für Windsurfer kostenlos. Allerdings funktioniert das Ganze nur bei Ebbe. Wir hatten innerhalb von 10 Tagen nur 3 Mal die Möglichkeit, dort zu fahren - aber das war ein Traum!

Das Camp

ist besser als wir erwartet hatten. Die Zimmer sind geräumig und zweckmäßig eingerichtet mit Waschbecken, Dusche und Klo, aber wenig Ablagefläche. Man sollte einen Einzelbungalow und "VIP-Service" buchen, dann braucht man nicht selbst sauber zu machen, erhält Handtücher,täglich 2 Flaschen Wasser und einen frischen Obstteller.

Am Strand sind auch einige wenige (3), aber sehr bequeme Schatten-liegen verfügbar und 2 mit Halbschatten.

Restaurant und Umgebung

Mitten in der Wüste erwartet man nicht viel. Das Essen im Camp ist gut bis essbar. Frühstück ist sehr einfach und in der Auswahl eher beschränkt. Mittags gibt es Salat und Fisch oder Fleisch. Die "a la Carte"-Auswahl bietet Schlemmen für Austernfreunde, es gibt auch preiswerte Langusten. Die Bar ist gut bestückt und nicht teuer, mit idyllischen Sitzplätzen.

Die Stadt Dakhla ist uninteressant, wir haben keinen Ausflug dorthin gemacht. Sehenswert ist die Dracheninsel, ein Bootsausflug kostet 5€.